Kuba

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Zur Einreise nach Kuba benötigt man einen noch mindestens 6 Monate gültigen Reisepass und eine Touristenkarte. Diese erhält man bei Pauschalreisen vom Reiseveranstalter meist mitgeliefert. Ansonsten erhält man diese bei der kubanischen Botschaft in Berlin. Diese Karte stellt praktisch das Visum dar und kostet nach letzten Informationen 22 Euro. Diese Karte begrenzt die Aufenthaltsdauer auf 30 Tage.

Rassenfragen gibt es auf Kuba nicht. Fidel Castro hatte noch zu Zeiten der Revolution (1959) die Devise ausgegeben: Wir sind alle Kubaner, egal welcher Hautfarbe. Während in den USA noch Rassendiskreminierung an der Tagesordnung war, wusste auf der Insel schon keiner mehr, was das überhaupt ist. Das Bevölkerungsspektrum ist sehr bunt und vielfältig, sowohl spanische als auch afrikanische Wurzeln sind unübersehbar. Viele der afrikanischen Bräuche haben sich noch erhalten, wenn auch nicht mehr in ursprünglicher Form. So gibt es durchaus noch Woodoo-Rituale.

Die beiden kulturellen Wurzeln haben jedoch eine ganz eigene vielfarbige kulturelle Blütenpracht hervorgebracht, welche besonders musikalisch unüberhörbar ist und auch choreografische Eigenheiten aufweist. Man erinnere sich nur an den Buena Vista Social Club.

Dennoch kann man eine deutliche regionale Verschiebung der unterschiedlichen Hautfarben erkennen. Währen im Nordwesten (Region Havanna) hellere Hautfarben das Straßenbild prägen, sind im Südosten (Santiago de Cuba und Holguin) dunklere Töne dominant. Santiago de Cuba ist auch eine lohnende Destination. Fährt man mit dem Auto dorthin, säumen gebirgige, afrikanisch anmutende Landschaften und ein Meer von Zuckerrohrplantagen den Weg. Im 16. Jahrhundert war Santiago Hauptstadt Kubas und Hauptstützpunkt der spanischen Karibikarmada. Gleichzeitig war es Umschlaghafen für die Sklaven aus Westafrika. Hoch über der Hafeneinfahrt droht trutzig die Festung Castillo del Morro. Der Parque Cespedes, gesäumt von der Kathedrale und Hotels im Kolonialstil, stellt das Zentrum der Stadt dar. Unweit des Zentrums kann man noch den ersten Schmelzofen bewundern, mit dem Diego Velazquez und seine Conquistadores das geplünderte Gold einschmolzen. Die abschüssigen Straßen geben den Blick zum Hafen frei und präsentieren dem Besucher alte amerikanische Staßenkreuzer. Einen 1951 er Buick Roadmaster oder einen 54 er Cadillac bekommt man mit etwas Glück zu Gesicht, Oldtimer aber auf alle Fälle. Diese werden zwar teilweise nur noch von Rost zusammengehalten oder bestehen zu 50 % nur noch aus Schweißnähten aber: Sie FAHREN !!! Wenn man schon einmal in Santiago ist, sollte man das Revolutionsmuseum besichtigen. Die Revolution nahm hier mit dem bewaffneten Sturm des jungen Rechtsanwalts Castro und seiner Männer auf die Moncada Kaserne ihren Anfang.

Nach Besichtigungen von Sehenswürdigkeiten in verschiedenen Städten möchte sich der Urlauber meist auch erholen. Wohl nirgends kann das besser gelingen als an den wunderschönen Stränden Kubas. Auch wenn das den Erwartungen der meisten Leser widersprechen wird: Das Meer an der Atlantikküste ist klarer und noch blauer als an der Karibikküste, jedenfalls gilt das für Kuba. Für Schwimmen, Schnorcheln und Tauchen finden wir aber an beiden Küsten die besten Voraussetzungen. Natürlich ist auch Hochseeangeln möglich. Der Verfasser hatte sich eines Morgens auf die Spuren Hemingways begeben und eine Yacht bestiegen, um Schwertfisch und Barracuda zu jagen. Es sollte sich aber bald rächen, dass er am Abend zuvor den leckeren kubanischen Rum verkostet hatte. Eine plötzlich auftretende Seekrankheit veranlasste ihn, den Bootsführer zu bitten, möglichst nah ans Ufer zu fahren. Mit seinem Kleiderbündel auf dem Kopf schwamm er zum Strand und genoss nach den Leiden auf dem Boot den etwa 15 km langen Rückweg zum Hotel zu Fuß durch das ländliche Kuba , unterbrochen nur von einem kurzen Stück per Anhalter auf einem einspännigen Pferdewagen. Lohn dafür war das gelegentliche Winken der einen oder anderen Schönen des Landes.